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Spiroergometrie

Was ist Spiroergomtrie?

Der Begriff "Spiroergometrie" setzt sich aus 3 Anteilen zusammen:
"Spiro" steht für Atmung, "ergo" für Arbeit und "metrie" für Messung.
Es handelt sich also um die Messung von Atemgasen während definierter körperlicher Belastung.
Die Messung beinhaltet die Bestimmung der:

  • Sauerstoffaufnahme (VO2)
  • Kohlendioxidabgabe (VCO2)
  • Atemtiefe (Atemzugvolumen)
  • Atemfrequenz (AF)

Aus diesen vier Basis-Parametern werden weitere Parameter entwickelt zu einer umfassenderen Beurteilung, u.a. die folgenden:

  • der Sauerstoffpuls: gibt an, wieviel Sauerstoff pro Pulsschlag aufgenommen wird und repräsentiert im wesentlich das Schlagvolumen (die Blutmenge, die vom Herzen pro Schlag ausgeworfen wird)
  • die Atemäquivalente für Sauerstoff und Kohlendioxid: dasjenige Atemminutenvolumen, das benötigt wird, um 1 L Sauerstoff aufzunehmen bzw. 1 L Kohlendioxid abzuatmen; sie charakterisieren die Effizienz der Atmung
  • der respiratorische Quotient: ist das Verhältnis von abgeatmetem Kohlendioxid zu aufgenommenem Sauerstoff und ermöglicht die Beurteilung des Ausbelastungsgrades bei ergometrischen Untersuchungen sowie die Abschätzung der quantitativen Inanspruchnahme von Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel unter Belastung.

Die Atmung wird nicht nur durch den Atemtrakt (obere Luftwege, Lunge), sondern gleichwertig durch Herz (Pumpe, die das Blut im Gefäßsystem in Strömung hält) und Kreislauf (Gefäßsystem, das als Röhrensystem das Blut zu den Zellen transportiert und das Blut selbst als Transportmedium für die Atemgase), Muskulatur und Stoffwechsel gewährleistet.
All diese Komponenten und ihr Zusammenwirken werden durch die Spiroergometrie erfaßt und charakterisiert.
Die dabei gewonnenen Daten werden in der sog. 9-Felder-Graphik nach Wasserman zusammengefaßt und ausgewertet.


Grafik Spiroergometrie


Welche Aussagefähigkeit hat die Spiroergometrie?

  • Beurteilung der kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit
  • Prognose-Einschätzung bei Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche)
  • differenzierte Aussage über die Ausdauerleistungsfähigkeit, Trainingszustand und Muskelstoffwechsel (Sportmedizin)


Welche Indikationen ergeben sich für die Spiroergometrie?

  • Beurteilung der maximalen und Ausdauerleistungsfähigkeit (auch unter beruflichen Aspekten)
  • Prognose-Einschätzung bei Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche)
  • Einschätzung des Operationsrisikos (Herz- und Lungenoperationen, Herz- und Lungen-Transplantationen, große Operationen im Bauchraum)
  • Abklärung unklare Dyspnoe (Atemnot): Differenzierung in in Herz-bedingte oder Lungen-bedingte Ursachen
  • Beurteilung von Therapie-Effekten (Medikament bei Herz- und Lungenkrankheiten) und Trainingseffekten
  • Sportmedizin: Beurteilung der Ausdauerleistungsfähigkeit, Trainingssteuerung durch Bestimmung der ventilatorisch anaeroben Schwelle