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ICD-Therapie

„Automatische Defibrillatoren“


Behandlungsprinzip
:

Die Defibrillator-Therapie wird bei lebensbedrohlichen schnellen Herzkammer-Rhythmusstörungen (Kammertachykardie oder Kammerflimmern) durchgeführt.
Im Rettungsdienst und in der Notfallversorgung erfolgt diese Behandlung durch recht große Geräte, mit denen ein bewusstloser Patient bei lebensbedrohlichen schnellen Herzrhythmusstörungen von außen durch einen Elektroschock behandelt wird.

Kammerflimmern   
Entstehung eines bedrohlichen Kammerflimmerns in der Herzkammer:
Bildnachweis: Fa. Boston Scientific, Patientenborschüre "Implantierbarer Cardioverter/Defbrillator-Therapie"

Defibrillator-Implantationsschema   
Defibrillator-Implantationsschema
Bildnachweis: Fa. Boston Scientific, Patientenborschüre "Implantierbarer Cardioverter/Defbrillator-Therapie"
 
Defibrillator-Wirkschema 
Defibrillator-Wirkschema
Bildnachweis: Fa. Medtronic, Patientenbroschüre "Leben mit einem implantierbaren Defibrillator"
 
 
Diese Geräte wurden im Laufe der letzten Jahrzehnte soweit miniaturisiert, dass sie einem Patienten auch im Bereich des Brustkorbes implantiert werden können. Dabei ist neben dem Gerät auch eine Kabeleinlage in das Herz durch eine Ader (keine offene Herzoperation) erforderlich.

Defibrillator Punctua   
Defibrillator (ICD = „Defi“), Beispiel „Punctua“ Fa. Boston Scientific
Bildnachweis: Fa. Boston Scientific, Webseite


Indikation und erforderliche Voruntersuchungen:

Die Notwendigkeit für die Implantation eines solchen Gerätes besteht bei Patienten, die einen Herzstillstand durch schnelle Kammerrhythmusstörungen bereits einmal erlebt und überlebt haben („nach Reanimation“) oder die ein besonders hohes Risiko für das Auftreten solcher Rhythmusstörungen aufgrund einer bestehenden Herzerkrankung in sich tragen.
Dazu gehört in erster Linie eine schwere Einschränkung der Linksherz-Pumpkraft meist nach einem größeren Herzinfarkt oder auch bei Herzmuskelerkrankungen.
Zusätzlich gibt es eher seltene Erkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko aufgrund von Zellanomalien im Herzgewebe einhergehen.
In all diesen Fällen würde ein solches Gerät zur Vorbeugung eines plötzlichen Herztodes durch solche Rhythmusstörungen eingesetzt werden.

Die Abklärung der Notwendigkeit für die Versorgung mit einem Defibrillator erfolgt in der Regel im Vorfeld in der Praxis ambulant oder bei einer schweren Erkrankung auch im Rahmen eines stationären Aufenthaltes im Nordwest-Krankenhaus. Dabei werden auch operatives Vorgehen, Verhaltenshinweise für den weiteren Verlauf und die erforderlichen Gerätekontrollen ausführlich besprochen.


Implantation:

Diese Geräte werden seit 2012 in enger Zusammenarbeit zwischen der kardiologischen Praxis und dem Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch mit gutem Erfolg auch in Sande unter stationären Bedingungen eingesetzt. Auch die Gerätewechsel bei Batterieerschöpfung werden bei uns durchgeführt.


Geräte-Kontrolle und Programmierung (sog. „Defi-Kontrolle“):

Dr. Hofmann am Programmer  
Dr. Hofmann am Programmer

Die Gerätekontrollen und Feineinstellungen / Programmierungen erfolgen in der kardiologischen Praxis im Rahmen eines ambulanten Termins. Dabei können die Geräte aller gängigen Typen und Firmen überprüft und programmiert werden (Boston Scientific, Medtronic, Biotronik, St. Jude Medical). Lediglich die in Deutschland selten eingesetzten Geräte der Firma ela / Sorin können in der Praxis nicht kontrolliert werden.