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CRT-Therapie

Kardiale Resynchronisation


Behandlungsprinzip:

Menschen mit einer Herzschwäche sind in ihrer Leistung eingeschränkt. Je nach Ausmaß der Herzschwäche tritt eine nachlassende Belastbarkeit bis hin zu (schwerer) Luftnot und Wasseransammlungen in Lunge und Beinen in den Vordergrund.
Grundsätzlich muss eine Herzschwäche mit Medikamenten behandelt und die möglichen Ursachen untersucht werden. Je nach zugrunde liegender Herzerkrankung ergeben sich im Einzelfall auch verschiedene Behandlungsansätze !
z.B. Ballon-Erweiterung mit Stent-Implantation (Gefäßstütze) oder eine Bypass-Operation bei Herzdurchblutungsstörungen, oder eine Herzklappenoperation bei schwer erkrankten Herzklappen oder auch spezielle Rhyhtmusbehandlungen bei schnellem Herzschlag.

In manchen Fällen liegt nicht nur eine allgemeine Pumpschwäche, sondern ein besonders unkoordinierter Bewegungsablauf am Herzen vor, der die Pumpfunktionsverschlechterung mit begünstigt und auch verstärkt.  Meist ist dies bei Vorliegen eines sog. „Linksschenkelblocks“ der Fall. Diese Diagnose ergibt sich aus dem EKG:

Wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen, kann eine solche Herzschwäche durch ein sog. Spezielles „3-Kammer-Schrittmacher-System“ behandelt werden. Dabei ist im Gegensatz zur normalen Schrittmachertherapie nicht der langsame Herzschlag ausschlaggebend, sondern der unkoordinierte Bewegungsablauf.

Dieser kann durch die Einlage eines speziellen „Linksherzkabels“ behandelt werden. Dies ist durch die Kabel im Rechten Herzen allein (bei einem „einfachen Herzschrittmacher“) nicht möglich.
Meist wird so ein Gerät auch in Kombination mit einem Defibrillator eingesetzt, da bei einer schweren Herzschwäche auch das Risiko für lebensbedrohliche Kammerrhythmusstörungen besteht, die wiederum allein durch den (3-Kammer-) Schrittmacher nicht behandelt werden können. Beide Funktionen sind in einem Gerät vereinigt.

CRT-Gerät       
CRT-Gerät (Schrittmacher oder Defibrillator), Beispiel „Cognis“ Fa. Boston Scientific
Bildnachweis: Fa. Boston Scientific, Webseite  
  

   
CRT-Geräte Implantationsschema (mit linker Herzsonde)
Bildnachweis: Fa. Boston Scientific, Patientenborschüre „Cardiale Resynchronisationstherapie mit Defibrillatorfunktion“               

           
Indikation und erforderliche Voruntersuchungen:

Die nötigen Voruntersuchungen im Hinblick auf die Behandlungsmöglichkeit mit einem solchen Gerät werden alle in unserer Praxis ambulant durchgeführt (in seltenen Fällen auch stationär im Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch).
Dabei werden auch operatives Vorgehen, Verhaltenshinweise für den weiteren Verlauf und die erforderlichen Gerätekontrollen ausführlich besprochen.


Implantation:
Grundsätzlich verläuft die Implantation eines solchen Gerätes ähnlich wie bei einem „einfachen“ Herzschrittmacher und Defibrillator. Allerdings ist zusätzlich die Einlage eines Kabels an die Seitenwand des linken Herzens erforderlich. Dies ist technisch anspruchsvoll und wird in unserem Herzkatheterlabor seit 2012 mit großem Erfolg durch Dr. Hofmann, der diese Behandlung zuvor über viele Jahre im Herzzentrum Oldenburg aufgebaut und durchgeführt hat, sowie seit 2015 auch durch Dr. Härle durchgeführt.“
Die Implantation erfolgt zusammen mit den beteiligten Kollegen aus dem Zentrum für Chirurgie und Innere Medizin im Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch. Auch die Gerätewechsel bei Batterieerschöpfung werden bei uns durchgeführt.


Geräte-Kontrolle und Programmierung (sog. „Defi-Kontrolle“)
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Dr. Hofmann am Programmer      
Dr. Hofmann am Programmer

Die Gerätekontrollen und Feineinstellungen / Programmierungen erfolgen in der kardiologischen Praxis im Rahmen eines ambulanten Termins. Dabei können die Geräte aller gängigen Typen und Firmen überprüft und programmiert werden (Boston Scientific, Medtronic, Biotronik, St. Jude Medical). Lediglich die in Deutschland selten eingesetzten Geräte der Firma ela / Sorin können in der Praxis nicht kontrolliert werden.